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Neuer Bußgeldkatalog

Der neue Bußgeldkatalog: Was Autofahrer 2022 erwartet und was sie tun können

8. März 2022 um 17:45

Bund und Länder haben sich geeinigt, der neue Bußgeldkatalog ist fertig. Mit ihm ergeben sich neue Regelungen zu Blitzer-Bußgeldern, Abstands-Bußgeldern, Falschparken-Bußgeldern und andere Strafen für Verkehrsordnungswidrigkeiten. In diesem Artikel geht es um die Konsequenzen des neuen Bußgeldkatalogs für Autofahrer und was sie im Straffall tun können.

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Neuer Bussgeldkatalog mit Gerichtshammer und Resonanzblock.
Das Wichtigste in Kürze
  • Der neue Bußgeld-Katalog ist da – die Strafen wurden verschärft!
  • Besonders im Fokus: Geschwindigkeitsüberschreitungen. Die neuen Regelungen sehen den Führerscheinentzug bereits bei 7, statt wie zuvor 18 Punkten in Flenzburg, vor. Schwere Verstöße werden allerdings mir nur noch 3 statt 7 Punkten bewertet.
  • Viele Bußgeldbescheide sind durch z.B. Fehler im Aufbau der Messgeräte, schlechte Blitzerfotos, Fahrzeugverwechslungen oder formale Fehler ungültig und somit anfechtbar.
  • Ob der erhaltene Bußgeldbescheid zulässig ist, können Autofahrer über einen kostenlosen Online-Check prüfen.

Aktuelle Änderungen, die sich aus dem neuen Bußgeldkatalog für Autofahrer ergeben

Der neue Bußgeldkatalog sieht schärfere Regeln und höhere Bußgelder für Verkehrssünder vor. Ein wichtiges Thema ist die Geschwindigkeitsüberschreitung außerorts sowie innerorts.

Deutsche Autofahrer kosten die PS ihrer leistungsstarken Flitzer gerne voll und ganz aus. Wer auf diesen Fahrspaß auch bei schlechten Straßen- oder Sichtverhältnissen nicht verzichtet, dem droht eine Blitzer-Strafe von 100 Euro und ein Punkt in Flensburg. Bereits gesammelte Punkte werden ins neue System übernommen.

Bislang drohte der Führerscheinentzug bei maximal 18 Punkten. Der neue Bußgeldkatalog sieht vor, den Führerschein bereits bei maximal 8 Punkten zu entziehen. Eine Lockerung gibt es: Zuvor mussten Autofahrer mit bis zu 7 Punkten rechnen. Der Bußgeldkatalog 2021 sieht maximal 3 Punkte für besonders schwere Fälle vor.

Doch wichtig zu wissen: Viele Bußgeldscheide sind ungültig und damit anfechtbar. Autofahrer können kostenfrei ihren Bußgeldbescheid überprüfen, um festzustellen, ob sich ein Einspruch gegen den Bußgeldbescheid lohnt.

In der Probezeit zu schnell gefahren oder mit dem Handy am Steuer erwischt – diese Strafen drohen mit dem neuen Bußgeldkatalog

Wer inner- oder außerorts geblitzt wird, muss mit einem Bußgeld rechnen. Diese Blitzer-Kosten liegen laut dem Bußgeldkatalog für Blitzer aktuell bei ca. 20 bis 800 Euro. Auch andere Ordnungswidrigkeiten können laut dem neuen Bußgeldkatalog zu Bußgeldern für Autofahrer führen:

Ein Blitzer am Straßenrand.
  • Eine Geldstrafe in Höhe von 200 bis 320 Euro können Autofahrer erwarten, die keine Rettungsgasse bilden oder selbst durchfahren.
  • Eine Probezeitverlängerung droht, wenn Fahranfänger in den ersten zwei Jahren bis zu 20 km/h zu schnell fahren. Bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung von mehr als 20 km/h riskieren Fahranfänger eine Probezeitverlängerung von bis zu vier Jahren und ein bis zu dreimonatiges Fahrverbot.
  • Ein Bußgeld von 100 Euro und 1 Punkt in Flensburg erwartet Autofahrer, die mit Handy am Steuer zu sehen sind.
Zum kostenlosen Bußgeld-CheckArrow icon

Die häufigsten Verstöße auf deutschen Straßen – die Grundlage für den neuen Bußgeldkatalog

Innerorts zu schnell unterwegs gewesen, zu wenig Abstand zum Vordermann auf der Autobahn gehalten, falsch geparkt, oder doch ein Bier zu viel? Es gibt einige beliebte Verkehrsverstöße. Das sind die häufigsten Fälle und ihre Folgen:

1. Strafzettel fürs Falschparken

Der Bußgeldkatalog fürs Parken sieht Bußgelder in Höhe von 10 bis 55 Euro für Falschparker vor und ist damit relativ günstig im Vergleich zu anderen Ordnungswidrigkeiten. Doch wer zu oft auf Gehwegen parkt oder Feuerwehrzufahrten zuparkt, kann auf Dauer ein sattes Sümmchen verlieren.

2. Blitzer-Foto bei Geschwindigkeitsüberschreitungen

Nur die schwerwiegendsten Fälle von Geschwindigkeitsüberschreitungen, in denen es neben Bußgeldern auch zu Punkten und Fahrverboten kam, wurden in der Statistik mit rund 3 Millionen Geschwindigkeits-Verstößen pro Jahr erfasst.

3. Vorfahrtsregelungen werden missachtet

Der Bußgeldkatalog für Innerorts befasst sich nicht nur mit Verkehrssündern, die innerorts zu schnell unterwegs sind. Es wird auch eine Strafe verhängt, im Detail ein Bußgeld von 100 Euro und 1 Punkt in Flensburg, wenn Autofahrer Vorfahrtverstöße begehen.

Fazit: Wieso ein Bußgeldbescheid-Einspruch sinnvoll sein kann und was Betroffene tun können

Die wenigsten bleiben ihr Leben lang von Blitzer-Kosten, Falschpark- und Abstands-Bußgeldern verschont. In jedem Fall sind diese Strafzahlungen sehr ärgerlich, vor allem für Autofahrer, die sich sicher sind, ihren Bußgeldbescheid zu Unrecht erhalten zu haben.

Ein Bussgeldbescheid.

Doch damit müssen Betroffene sich nicht abfinden, denn Bußgeldbescheide können fehlerhaft sein und das sind sie oftmals auch.

So kommt es beispielsweise vor, dass Messgeräte nicht korrekt aufgebaut werden. Dadurch entstehen Messfehler, die den Bescheid ungültig machen. Andere Gründe, die einen Bußgeldbescheid anfechtbar machen, sind schlechte Blitzerfotos, auf denen Personen nicht gut zu erkennen sind, Fahrzeugverwechslungen und formale Fehler wie falsche Ortsangaben.

Sie sind sich nicht sicher, wie Sie solche Fehler finden? Spezialisierte Bußgeld-Anwälte haben das Recht auf Akteneinsicht bei der Behörde. Mit einem kostenlosen Online-Bußgeld-Check können Sie Ihre Chancen prüfen, wenn Strafen mit fatalen Auswirkungen, wie Führerscheinentzug, Punkte in Flensburg oder hohe Bußgelder drohen. Mit einem kostenlosen Online-Bußgeld-Check kann einfach überprüft werden, ob sich ein Bußgeldbescheid-Einspruch lohnt, um das Verfahren gegen Sie einzustellen. Eine einfache, kostenlose und unverbindliche Prüfung ist beispielsweise über den Online-Check von SIEGFRIED möglich.

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