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Verkehrsunfall Anwalt

Anwalt nach Unfall einschalten? Wann sich Expertenrat für Sie lohnt

12. September 2022 um 12:39

Wenn es im Straßenverkehr zu einem Unfall kommt, gehen Betroffenen viele Gedanken durch den Kopf. Woran jedoch die wenigsten denken, ist ein Anwalt. Nach dem Unfall kann eine Beratung allerdings einige Vorteile bringen – sowohl für die Geschädigten als auch für Personen, die den Unfall verschuldet haben. Wann sich ein Anwalt nach einem Unfall lohnt und wer die Kosten übernimmt, klärt dieser Artikel.

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Das Wichtigste in Kürze
  • Nach einem Unfall sollten sich sowohl Geschädigte als auch Verursachende an einen Anwalt wenden, um ihre Ansprüche durchzusetzen.
  • Wer unverschuldet in einen Unfall verwickelt ist, muss für die Anwaltskosten nicht aufkommen – diese Kosten übernimmt die gegnerische Versicherung.
  • Eine Prüfung ihrer Ansprüche nach einem Unfall erhalten Betroffene im Online-Check von SIEGFRIED.

Wann lohnt es sich, nach einem Unfall einen Anwalt einzuschalten

Das Wichtigste nach einem Verkehrsunfall ist die Gesundheit aller Beteiligten. An zweiter Stelle steht die Frage, was im Anschluss passiert. Ob ein Anwalt nach dem Verkehrsunfall eingeschaltet werden sollte, hängt von zwei Faktoren ab:

  • Wie schwer war der Unfall?
    Wenn bei dem Unfall Personen zu Schaden gekommen sind, ist eine rechtliche Beratung unverzichtbar. Doch auch bei einem Blechschaden lohnt sich die Unterstützung durch einen Anwalt.
  • Wer hatte Schuld am Unfall?
    Die Frage, wer den Unfall verursacht hat, ist oft schwer zu beantworten. Gerade in unklaren Fällen lohnt es sich, anwaltliche Unterstützung zu suchen.

Lohnt sich ein Verkehrsunfall-Anwalt bei einem unverschuldeten Unfall?

Wer in einen Unfall verwickelt ist und keine Schuld hat, sollte keinesfalls auf einen Anwalt verzichten. Betroffene erfahren genau, was ihnen zusteht und ob sie unter Umständen Anspruch auf Schmerzensgeld oder andere finanzielle Entschädigungen haben.

Außerdem müssen sich Geschädigte mit einem Anwalt an ihrer Seite nicht selbst mit der gegnerischen Versicherung auseinandersetzen. Unfallopfern steht eine angemessene Schadenregulierung zu. Versicherungen zahlen häufig jedoch zu wenig Geld für den entstandenen Schaden.

Anwalt bei verschuldetem Unfall hinzuziehen

Lohnt sich ein Rechtsanwalt bei einem Verkehrsunfall auch für die Seite, die den Unfall verursacht hat? Auch in diesem Fall lautet die Antwort ganz klar: Ja. Ein Anwalt weiß genau, wie er die mit dem Unfall verbundenen Kosten reduzieren kann. Und: Er nimmt Betroffenen die gesamte Kommunikation mit der Versicherung ab.

Schuldfrage nicht vor Ort beantworten

Wer einen Unfall verursacht hat, sollte nicht zu lange mit der Beauftragung eines Anwalts warten. Auf gar keinen Fall sollten Beteiligte eines Unfalls ein Schuldanerkenntnis am Unfallort unterschreiben – auch dann nicht, wenn die Schuld eindeutig geklärt zu sein scheint.

Nach einem Unfall Anwalt nachträglich einschalten?

Viele Menschen scheuen sich davor, rechtliche Beratung in Anspruch zu nehmen. Sie fürchten langwierige Prozesse und hohe Kosten. Dabei ersparen sie sich mehr Ärger, wenn sie sofort nach dem Unfall einen Rechtsanwalt einschalten.

Verletzte Frau spricht nach Verkehrsunfall mit Anwältin.

Egal ob eigen- oder fremdverschuldet: Schalten Betroffene erst lange nach dem Verkehrsunfall einen Anwalt ein, besteht oft nur noch die Möglichkeit, bereits entstandene Schäden einzugrenzen. Je früher Betroffene Expertenrat einholen, desto effektiver können sie Nachteile abwenden.

So kann ein Anwalt nach einem Unfall helfen

Ob im Straßenverkehr, am Arbeitsplatz oder in der Mietwohnung: Wann immer es zu Konflikten kommt oder rechtliche Fragen zu klären sind, ist Expertenwissen unbezahlbar und beruhigend. Denn zum einen sind Gesetzestexte komplex und schwer verständlich. Zum anderen wissen Geschädigte oft gar nicht, was ihnen zusteht und wie sie am besten vorgehen.

Ein Anwalt kümmert sich darum, dass Geschädigte

  • umfassend und transparent beraten und professionell vertreten werden,
  • typische Fallstricke umgehen können,
  • eine angemessene Schadenabwicklung erhalten,
  • sich nicht mit der gegnerischen Versicherung auseinandersetzen müssen,
  • gegebenenfalls Schmerzensgeld einklagen können und
  • alle relevanten Kosten zurückerhalten, etwa für das Abschleppen des Fahrzeugs vom Ort des Unfalls.

Wer einen Unfall verursacht hat, profitiert ebenfalls von rechtlicher Expertise: Der Anwalt kann dafür sorgen, dass die mit dem Unfall verbundenen Kosten so gering wie möglich ausfallen und die Schuldfrage genau geprüft wird. Stellt sich heraus, dass es keinen Hauptschuldigen gibt, sondern beide Parteien eine Schuld trifft, ändert das die Ausgangslage.

Jetzt Möglichkeiten prüfen

Wer zahlt den Anwalt bei einem Unfall?

Die Kostenfrage ist bei einem Unfall schnell beantwortet: Wer keine Schuld am Unfall hatte, trägt auch keine Kosten. Der Grund ist das Gebot der sogenannten Waffen- oder Chancengleichheit.

Was bedeutet Chancengleichheit bei einem Unfall?

Geschädigte verfügen oft nicht über das gleiche rechtliche Know-how wie die gegnerische Versicherung. Damit sie dennoch die Chance auf ein faires Ergebnis haben und ihnen dafür keine Kosten entstehen, übernimmt die Versicherung die Kosten für einen Anwalt.

Früher wurden die Kosten nur übernommen, wenn anwaltliche Unterstützung wirklich erforderlich war. Laut Bundesgerichtshof ist das bei Verkehrsunfällen allerdings nahezu immer der Fall (Az. VI ZR 45/19).

Trifft beide Beteiligten eine Teilschuld am Unfall, werden die Kosten entsprechend der sogenannten Haftungsquote unter den Versicherungen aufgeteilt. Trifft eine Partei 40 Prozent der Schuld, übernimmt ihre Versicherung 40 Prozent der gegnerischen Anwaltskosten und die gegnerische Versicherung zahlt der 40-Prozent-Partei umgekehrt 60 Prozent ihrer Kosten.

Fazit: Anwalt nach Unfall lohnt sich

Wer unverschuldet in einen Unfall verwickelt wurde, kann beruhigt rechtlichen Beistand einholen – denn die Kosten übernimmt die Versicherung der Gegenseite. Doch auch wer den Unfall verschuldet hat, kann mit rechtlicher Unterstützung zumindest versuchen, den finanziellen Schaden zu begrenzen. Das Hinzuziehen eines Anwalts ist nach einem Verkehrsunfall also in nahezu jedem Fall ratsam.

Beiden Seiten erspart der Expertenbeistand die oft langwierige und anstrengende Auseinandersetzung mit Versicherungsfragen. Über den Online-Check von SIEGFRIED erfahren Geschädigte eines Unfalls, was ihnen zusteht und wie ein Anwalt  für Verkehrsrecht sie bestmöglich unterstützen kann.

Symbolische Darstellung eines Verkehrsunfalls mit Spielzeugautos, der eine Beauftragung eines Anwalts zur Folge hat.
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